Aktuelles + Termine

11.11.2019

Zwei Stadtteil-Wohncafés im Bielefelder Modell in Brake

Die Besonderheit des Bielefelder Modells ist ein quartiersbezogener Ansatz des Wohnens mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale.
Einbezogen in bestehende Wohnquartiere und in guter infrastruktureller Anbindung werden jüngeren wie auch älteren Menschen oder Menschen mit Behinderung komfortable und barrierefreie Wohnungen angeboten. Dieses passiert durch Wohnungsbaugesellschaften.
Kombiniert ist dieses Angebot mit einem Wohncafé als Treffpunkt, das allen Menschen in der Nachbarschaft offensteht. Gleichzeitig ist ein sozialer Dienstleister mit einem Servicestützpunkt und einem umfassenden Leistungsangebot, gepaart aus ambulanter Pflege und sozialen Hilfen, rund um die Uhr im Quartier präsent und für alle ansprechbar.
Das Wohncafé im Bielefelder Modell-Projekt an der Brakhofstraße 16 gibt es nun schon seit 2003. Es ist ein fester Bestandteil des Wohnquartiers Brakhof geworden. Viele verschiedene Angebote gab es dort in dieser Zeit, je nach dem welches Angebot unsere ehrenamtlichen Unterstützer*innen eingebracht haben. Denn hier kann sich jede/r mit seinen Interessen und Ideen für seinen Stadtteil engagieren. Donnerstags findet beispielsweise das wöchentliche Frühstück von 9.30 bis 11.30 Uhr statt. Wir freuen uns, dass wir aktuell eine neue ehrenamtliche Kraft begrüßen dürfen, die das Frühstück ab sofort organisiert. Dienstags von 15.00 bis 17.00 Uhr findet die „Bunte Stunde“ statt. Wie der Name schon ahnen lässt, werden hier verschiedene Angebote gemacht. So trifft man beispielsweise Nachbarn und Interessierte aus dem Quartier. Es wird nicht nur gemeinsam gefrühstückt, sondern Zeitung gelesen, Gedächtnistraining gemacht, gesungen oder einfach nur zusammengesessen und geplauscht. Gemütlich ist es immer. Viele kommen seit Jahren und fühlen sich hier zuhause. Über „Zuwachs“ freuen wir uns sehr.  
Das Wohncafé an der Braker Str. 111 besteht seit nunmehr 5 Jahren. Unsere Quartiersmanagerin, Ute Heinrich, ist im Quartier bekannt und sorgt dafür, dass sich die Menschen in Brake miteinander vernetzen um das Wohncafé lebendig zu halten. Gymnastik, Malerei, Singen und vieles mehr wird dort von engagierten Menschen angeboten, die Angebote werden gut angenommen und das Wohncafé ist zu einem sehr lebendigen Ort geworden, wo man viele verschiedene Menschen treffen kann. Da das Fortbestehen der Stadtteilwohncafés von der guten Arbeit der Ehrenamtler*innen abhängt, suchen wir immer Menschen, die Lust haben sich für Ihren Stadtteil stark zu machen und etwas sinngebendes zu tun. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen und Ideen entgegen und bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu betätigen.

Die Angebote in den Wohncafés finden sie unter www.altundjung-nordost.org
Sie haben Lust? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns kontaktieren.

Team Brakhof
Kontakt Soziales: Hanna Wright 0151 68800142 oder Sebastian Pelke 0151 14631947
Das Quartiers -und Pflegeteam erreichen Sie unter 0521 7707868.

Team Kerksiek
Kontakt: Ute Heinrich (Quartiersmanagerin) 0151 11877637
Das Quartiers –und Pflegeteam erreichen Sie unter 0521 96200383
Das Wohncafé ist offen für alle Menschen, ob jung oder alt.

04.11.2019

Kundenreise an die Ostsee bei Alt und Jung Nord-Ost e.V.

eit nunmehr 8 Jahren veranstalten wir, der ambulante Pflegeverein Alt und Jung Nord-Ost, Reisen für unsere Kunden. Das besondere an diesen Reisen ist, dass auch Menschen mit Einschränkungen, vor allem aber mit Rollstuhl, daran teilnehmen können.

In diesem Jahr ging es für 5 Tage nach Wendtorf an die Ostsee. Die Gruppe bestand aus 27 Reisenden, 18 Kunden, davon 8 Rollifahrer*innen und 9 Betreuer*innen.  Es ging früh morgens mit dem Bus, in Richtung Ostsee los. Zentraler Treffpunkt war der Parkplatz vor dem Büro unseres Quartiers -und Pflegeteams Kerksiek. Ausgelassene Stimmung und große Vorfreude herrschte in der Gruppe, die sich vor Reisebeginn zu einem Kennenlerntreffen im Stadtteil-Wohncafé an der Braker Str. 111, getroffen hat.
In Wendtorf angekommen, zog es die Gruppe am folgenden Tag an den Schöneberger Strand. Ein großer Moment für einige Reiseteilnehmer, denn es war für so manche der erste Blick aufs Meer. Nie zuvor hatten sie es gesehen.

Das Urlaubsdomizil ist ein ehemaliger Bauernhof, der rollstuhlgerecht umgebaut worden ist. Die Reisegruppe hatte die alte „Scheune“ für sich allein und ausreichend Platz um abends zusammenzusitzen, zu erzählen, Bingo zu spielen, Filme zu schauen und auch mal ein Weinchen zu trinken.

Verschiedene Ausflüge standen auf dem Programm, unter anderem eine 1,5 stündige Fahrt mit der Fähre nach Kiel. Manche erkundeten die Stadt, andere nutzten die Gelegenheit zum Shoppen. Weitere Spaziergänge bei schönem Wetter folgten auch am nächsten Tag. Besonders beliebt war Laboe mit seiner wunderschönen Strandpromenade. Das Einkehren in einer der vielen gemütlichen Cafés und Restaurants stand an allen Tagen ganz oben auf der Beliebtheitsskala.  
Einer unserer Kunden erzählte, dass er früher viel gereist sei, damals, als er noch nicht auf den Rollstuhl angewiesen war. Als er dann pflegebedürftig wurde, sagten Freunde und Bekannte, das könne er ja jetzt wohl nicht mehr. Er ist froh, sagt er, dass es mit uns nun doch wieder möglich sei. Allen Bekannten, die ihm damals gesagt haben, er würde nicht mehr verreisen können, hat er eine Postkarte aus dem Urlaub geschrieben.

Der nächste Urlaub ist schon in Planung und wir hoffen, dass wir es noch vielen Menschen, die dachten, sie können nicht mehr verreisen, möglich machen können.  
Übrigens: Auch unser nächster Tagesausflug in 2020, mit einem rollstuhlgerechten Bus, ist schon in Planung. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung. Sie finden uns in einem unserer Pflegestützpunkte oder melden sich bei Ute Heinrich Telefon 0151 11877637.
Weiter Infos über uns und unsere Arbeit finden Sie unter www.altundjung-nordost.org

 

23.10.2019

Ein weiß-blauer Abend im Wohncafé am Kammermühlenweg 12

Ein schöner und ausgelassener Abend war es. Unsere Ehrenamtler haben alles gegeben, um für alle einen schönen Abend zu gestalten. Im Dirndl dekorierte Ute Borgmann das Quartiers-Wohncafé, welches nun schon seit … Jahren den Menschen im Quartier Rußheide zur Verfügung steht. Auch Willy und Renate Pass halfen fleißig mit, damit alles perfekt wird.

Zu Haxe, Sauerkraut und Kartoffelbrei gab es bayrisches Bier und natürlich zünftige Musik, abschließend Eis mit heißen Kirschen. Nachdem das Menü verzehrt war, leitete unsere Quartiersmanagerin und Ehrenamtsbeauftragte Ute Heinrich ein paar Sitztänze an. Damit dieser Abend perfekt gelingt hatte sie im Vorfeld Wiesn-Studien im Internet betrieben. Dazu wurde „Die Hände zum Himmel“ und „Das Fliegerlied“ angestimmt, später auch Siera Madre Del Sur – was nicht wirklich zum Motto passte, aber mit bunten Knicklichtern im Dunkeln viel Spaß bereitete.

Zu vorgerückter Stunde gab es „Weiß-blaue Geschichten“ aus Bayern, über die sich alle Gäste köstlich amüsierten. Das war schon der zweite bayerische Abend im Wohncafé, auch im nächsten Jahr wird bestimmt wieder dazu eingeladen. Wir freuen uns, wenn auch Sie teilnehmen! Im Schaukasten vor dem Kammermühlenweg 12 finden sie alle laufenden Angebote des Wohncafés. Sie sind herzlich willkommen, mal reinzuschauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23.10.2019

Erklärung des Vereins Alt und Jung Nord-Ost zur Bekanntmachung der Insolvenz des Vereins Alt und Jung Süd-West

Bedingt durch die sehr ähnlich klingenden Vereinsnamen, wurden wir in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit oftmals als ein Verein wahrgenommen. Daher kam und kommt es immer wieder zu Verwechslungen. Aus diesem Grunde halten wir, der Verein Alt und Jung Nord-Ost, eine kurze Erklärung für notwendig, um auf Seiten unserer Kunden, Mitarbeiter und Partner jeglichen, durch diese Insolvenz, entstandenen Unsicherheiten entgegenzutreten.

Schon 2005 hat sich der damalige Verein Alt und Jung in zwei selbständige Vereine – Alt und Jung Nord-Ost e.V. und Alt und Jung Süd-West e.V. – geteilt. Seitdem sind die Vereine sowohl rechtlich als auch finanziell und personell vollkommen unabhängig voneinander.

Es ist uns wichtig, unseren Kunden, Ehrenamtlern, Kooperationspartnern, Mitgliedern und weiteren wichtigen Akteuren in unserer Stadt, mitzuteilen, dass die Insolvenz von Alt und Jung Süd-West e.V. in keiner Weise Auswirkungen auf Alt und Jung Nord-Ost e.V. mit sich bringt. Die Pflege und die soziale Arbeit, die wir seit 40 Jahren in Bielefeld leisten, ist gesichert.

Alt und Jung Süd-West e.V. wünschen wir für die Zukunft alles Gute.

Bei uns stehen neue Projekte an, auf die wir uns sehr freuen. Wir werden auf unserer Homepage www.altundjung-nordost.org darüber berichten.

M. Antiç
Marketing & PR

21.10.2019

„John und Joe“ – Schauspiel von Ágota Kristóf

Gastspiel des Theaterlabors Bielefeld im Bielefelder Modell an der Westerfeldstraße

Auf Einladung von BGW und Alt und Jung Nord-Ost e.V. gastiert das Theaterlabor Bielefeld am 26.11. 2019 um 19:00 Uhr im neuen Wohncafé des Bielefelder Modells an der Westerfeldstraße 152a. Zur Aufführung kommt das Stück „John und Joe“ von Ágota Kristóf, welches bereits 2015 Premiere hatte. Das Gastspiel führt eine bewährte Tradition und Kooperation zwischen der BGW und dem Theaterlabor Bielefeld fort, Theaterkultur ins Quartier zu tragen. Und darum geht es:

John und Joe sind zwei Männer, die sich fast täglich in einem Café treffen. Sie sitzen da, zusammen und doch jeder für sich und jedes noch so simple Gespräch birgt Fallstricke. Jedes Wort ist der Versuch, sich selbst oder dem anderen zu suggerieren, man hätte etwas zu sagen. So wird jedes Gespräch zum Ritual, jedes Treffen der beiden ist geprägt von der Macht der Gewohnheit. Doch dieses Mal gibt es einen Riss, das alltägliche Muster der Begegnung funktioniert nicht mehr, es kommt zur Katastrophe. Doch wie schaffen es John und Joe wieder in ihre bewährte Routine zu kommen? Diese Begegnungen sind für beide lebenswichtig, denn sie haben nur sich. Die reduzierte Sprache und die teilweise trivialen Gespräche lassen viel Raum zwischen den Zeilen für Ungesagtes und Unsagbares. Ein Männerpaar angesiedelt zwischen Becketts Wladimir und Estragon aus „Warten auf Godot“ und Stan und Ollie.
Team

Spiel: Michael Grunert, Gunther Möllmann, Thomas Behrend

Termin und Ort
26.11.2019, um 19:00 Uhr im Wohncafé Bielefelder Modell, Westerfeldstraße 152a, Bielefeld-Schildesche

Der Eintritt ist frei; es wird um eine Spende für die Wohncafékasse gebeten.

10.10.2019

Vortrag zum Beratungsangebot für Senioren der Stadt Bielefeld im Wohncafé an der Braker Str. 111

Initiator des Vortrags war der „Runde Tisch Brake“, der sich aus Vertretern von Alt & Jung Nord-Ost e.V. (Team Kerksiek und Team Brakhof), der AWO, der evangelischen Kirchengemeinde, dem Tageshaus Brake, Vertreter*innen der Stadt Bielefeld, der BGW und anderen Aktiven, zusammensetzt. Die Veranstaltung fand Anfang Oktober im Wohncafé des Bielefelder Modells an der Braker Str. 111 statt. 

Ute Heinrich, Quartiersmanagerin von Alt & Jung Nord-Ost e.V., eröffnete die Veranstaltung mit ein paar einleitenden Sätzen zum Vortragsthema. Anschließend stellte sie die Referent*innen der Stadt Bielefeld vor: die u.a. für Brake zuständige Quartierssozialarbeiterin Heike Lahr sowie Lea Fackeldey und Christina Weißenberg von der Zentralen Beratungsstelle der Stadt Bielefeld.

Zentrale Themen der insgesamt drei Vorträge waren: Was tun, wenn man im Alter oder aus gesundheitlichen Gründen auf Hilfe angewiesen ist? Wie sich im Dschungel von Gesetzen und Unterstützungsmöglichkeiten zurechtfinden? Wer unterstützt mich, wenn ich Hilfe brauche? Wohin kann ich mich wenden? Ziel der Veranstaltung war, Bürger*innen frühzeitig, also vor Eintritt eines Notfalls, zu informieren, Fragen zu beantworten und mögliche Ängste und Sorgen zu nehmen. Die Zuhörer*innen sollten erfahren, wer sie unterstützt und berät, wenn sie in eine Situation geraten, in der sie Hilfe brauchen.

Die Vorträge waren informativ und sehr praxisnah. Die Besucher*innen waren interessiert und es wurden viele Fragen gestellt. Viele Informationen waren für die Teilnehmenden und ihre eigene Lebenswelt von Belang oder könnten in naher Zukunft von Bedeutung sein.

Nach Ende des Vortrags entwickelten sich in kleineren Gruppen, mit oder auch ohne Referent*innen, lebhafte Gespräche. Am Ende der Veranstaltung waren immer wieder Sätze wie: „Das habe ich ja gar nicht gewusst“ zu hören. Für alle Beteiligten war es demnach ein voller Erfolg!

Im nächsten Jahr wird der „Runde Tisch Brake“ weitere interessante Vorträge zu unterschiedlichen Themenbereichen anbieten. Die Ankündigungen in Form von Aushängen werden am Wohncafé in der Braker Str. 111, aber auch in ganz  Brake zu finden sein.
 
Ute Heinrich, Quartiersmanagerin

01.10.2019

Ausgelassene Stimmung bei Abschlussfeier unserer Azubis bei der DAA

„Nichts als Musterschüler bei uns“ und ähnliche Überschriften fallen einem heute ein, denn es war ein schöner Vormittag bei der DAA (Deutsche Angestellten Akademie). Sieben unserer langjährigen Mitarbeiter*innen haben, nachdem sie lange als Pflegekräfte in unseren Quartiers- und Pflegeteams tätig waren, entschieden, ihr Wissen zu erweitern und haben vor zwei Jahren eine Ausbildung zum Altenpfleger*in begonnen. Die sieben Kolleg*innen haben das mit Bravour gemeistert, zwei haben als Klassenbeste abgeschlossen. Das macht uns sehr, sehr glücklich und auch ein bisschen stolz.
 
Wir freuen uns, nun noch besser qualifizierte Mitarbeiter*innen zu haben und auch darüber, dass sie sich entschieden haben bei Alt und Jung Nord-Ost e.V. zu bleiben und damit unsere Teams bereichern. „Sie haben es nicht leicht gehabt“, sagte eingangs die Dozentin Frau Holzkämper (durchgängig mit Träne im Knopfloch und Taschentuch bewaffnet), grad in der heutigen Zeit, wo nur sehr wenige diese Ausbildung machen wollen. „Umso mehr“, sagte sie weiter, „haben diese Schüler verdient, dass man sie feiert.“ Im Raum konnte man fühlen, da ist in den letzten drei Jahren etwas zusammengewachsen (unsere Auszubildenden auf 2 Jahre verkürzt). Jede*r einzelne wurde mit seiner/ihrer Persönlichkeit wahrgenommen und in der Gruppe wertgeschätzt. Die Message des Tages war: Jede/r, der/die möchte, kann es schaffen! Wie z.B. Lorena, eine Schülerin, die bei Beginn der Ausbildung gerade aus Rumänien nach Deutschland gekommen war und kaum Deutsch konnte. Sie hatte Zweifel ob sie es schafft. Aber sie hat sich reingehängt und ist unter den Schülern mit den besten Abschlüssen.
 
Für die Arbeit, möchte Frau Holzkämper mit auf den Weg geben, solle niemand vergessen, sich im Pflegealltag immer wieder zu reflektieren. Sich selbst, die Kenntnisse, den Pflegeprozess und auch die sozialen Kompetenzen zu reflektieren sei wichtig um die eigene Arbeit und auch die Arbeitssituation zu verbessern. „Mit Ihnen kann sich Pflege weiter verbessern“, sagte Frau Holzkämper. „Hoffentlich freuen sie sich auf Ihre Arbeit, damit Sie die Pflege und die Menschen fördern können, damit es ihnen gut geht. Sie rief auch dazu auf, sich weiterzubilden, z.B. als Praxisanleiter, denn es braucht gute Fachkräfte um gute Fachkräfte auszubilden. „Und ich wünsche mir, dass Sie so pflegen, wie sie selbst gepflegt werden wollen.“

Wer sich für die Ausbildung zum/zur Altenpfleger*in interessiert, kann sich bei uns melden, wir informieren gerne. Wir haben einen Infotag in Planung, werden den Termin bekanntgeben, sobald er steht. Und auch der Thomas Seher hat seine Ausbildung (allerdings beim Johanneswerk) erfolgreich abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch! All unseren nun examinierten Pflegekräften wünschen wir ein glückliches Händchen, Kraft und Gelassenheit.

23.09.2019

10 Jahre Nachbarhaus Meierteich: Neu eingeweiht

Grad war sie noch in der Geschäftsstelle um ihr tolles Zeugnis zu präsentieren, schon eilte sie in das „Nachbarhaus“, um dort einen tollen Auftritt zu absolvieren, der mit viel Applaus belohnt wurde. Neu interpretierte Klassiker wie „Summertime“ aber auch eigene Lieder sang Nhabeleng zum 10-jährigen Jubiläum des „Nachbarhauses“ in der Klarhorststraße 23. Ein Projekt, initiiert von unserem Team Meierteich, für Nachbar*innen und Kund*innen aus dem Quartier Sudbrack.
 
Ein schönes Fest hat das Team Meierteich gefeiert. Im Innenhof, Am Sudholz gab es bei ausgelassener Stimmung und super Wetter Kaffee und Kuchen. Nachdem der selbstgebackene Kuchen verzehrt war, zog die Gesellschaft in das neu renovierte Nachbarhaus.
 
Dort wurde es ziemlich eng. Nicht alle die rein wollten passten hinein. Alle wollten sehen, wie es denn nun geworden ist, das frisch renovierte Nachbarhaus – man war sich einig: sehr schön!
 
Es wurde außerdem eine Ausstellung von Fotografien und Bildern gezeigt, die zum Teil im Nachbarhaus, aber auch im KUKU (https://www.kuku-bielefeld.de) entstanden sind. Die Künstler*innen waren selbst vor Ort und kamen mit den Besuchern ins Gespräch.
 
Viel Applaus gab es für die ehrenamtlich engagierten Musiker*innen, die seit vielen Jahren die Sommerfeste des Nachbarhauses und des Pflegeteams Meierteich beschallen.
 
Die draußen gebliebenen drängelten sich um den schönen Speisewagen von „Kantina65“, der nicht nur sehr nostalgisch daherkam und viele Menschen an „die gute alte Zeit“ erinnerte, sondern auch noch spitzen Bratwurst anbot. Stefan von „Kantina65“ servierte die Würste mit viel Spaß und großer Freude.
 
Wir danken allen Beteiligten, die dieses schöne Fest organisiert haben, ganz besonders unseren langjährigen Mitarbeiterinnen und Sozialarbeiter*innen im Team Heidrun und Beate, dem Quartiers- und Pflegeteam Meierteich, allen Ehrenamtler*innen, die für Musik und andere Beiträge gesorgt haben, den Künstler*innen und bei allen Nachbar*innen für ihr Interesse und Engagement in den vergangenen Jahren. Und natürlich auch bei Stefan von „Kantina65“. Wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre Nachbarhaus. Wer Lust hat sich zu engagieren, ist herzlich willkommen seine Ideen einzubringen.
Übrigens: Die Renovierung wurde mit 2.000 Euro von der „Sparlotterie der Sparkassen“ gefördert, für die wir uns recht herzlich bedanken.

12.09.2019

Da freut sich aber eine…

Heute erreicht uns ein Anruf einer sehr, sehr glücklichen Nhabeleng:
Ein Jahr ist es jetzt her, dass Nhabeleng zu uns gekommen ist (wir haben berichtet am 10.8.2018). Erst ein halbes Jahr zuvor in Deutschland angekommen, lernte sie unseren Verein über das Projekt „Weltwärts“ welthaus.de/weltwaerts, das jungen Menschen die Möglichkeit gibt in Deutschland ein Praktikum zu machen, kennen. Bevor sie im Team Meierteich ihr Praktikum antrat, hatte sie bereits im Kindergarten des DRK ein Praktikum absolviert. Nhabeleng konnte zu dieser Zeit kaum Deutsch. Trotzdem hat sie angefragt, ob sie eine Ausbildung bei uns machen kann, die Arbeit liege ihr und sie wolle unbedingt in diesen Beruf einsteigen. Die Sprache sollte kein Hinderungsgrund sein, also unterstützten wir ihren großen Wunsch, die Ausbildung in Deutschland machen zu können, nach Kräften. Nun ist sie seit einem Jahr in der Ausbildung zur Altenpflegerin. Heute rief Nhabeleng an, um uns ihr Zeugnis zu zeigen.
„Ich bin so stolz und glücklich“, sagt sie. „Ich musste sehr hart arbeiten, um das zu schaffen. Vor allem die Sprache zu lernen, war hart. Da habe ich mich richtig reingehängt, das hat mich viel Arbeit gekostet“, sagt die in Lesotho geborene, die in Südafrika aufgewachsen ist.
Es hat sich gelohnt! Sie hat super Noten. Viel gelernt hat sie im ersten Jahr der Ausbildung- „nicht nur Schulstoff, sondern auch was fürs Leben.“
Durch drei unserer Pflege- und Quartiersteams ist sie während des ersten Jahres gegangen. Viel gelernt hat sie von ihren Kolleg*innen. „Alle sind so freundlich zu mir. Die Kolleg*innen, die mit mir arbeiten, legen viel Wert darauf, mir die Dinge richtig beizubringen, sie nehmen sich Zeit um mir alles zu erklären. Bei Alt und Jung Nord-Ost e.V. bekomme ich eine richtig gute Ausbildung“, sagt sie. Das macht uns natürlich auch sehr glücklich und auch ein bisschen stolz.
Wir freuen uns auf das zweite Jahr mit Nhabeleng und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg und Spaß bei der Ausbildung … und mit uns.

Westfalen-Blatt am 15.08.2019

Wohnen mit Sicherheit

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10.08.2019

„Elli“ schließt Weiterbildung erfolgreich ab

Elisabeth „Elli“ Paunovic kam zu uns als Praktikantin im Zusammenhang mit ihrer Ausbildung zur Altenpflegehelferin. Das war im April 2013. Sie blieb, weil ihr, wie sie sagt, das Konzept von Alt und Jung Nord-Ost e.V. und das Arbeiten bei uns ausgesprochen gut gefallen hat. Schnell hat sie gemerkt, dass ihr die „Helfer“-Ausbildung nicht genügt. „Das war mir zu wenig, ich war damit nicht glücklich“, sagt Elli und entschied sich, unmittelbar im Anschluss eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin anzuhängen. Diese hat sie bei uns absolviert, wir haben sie gerne dabei unterstützt. Im Oktober 2015 hat sie diese abgeschlossen und konnte somit schnell zur Leitung des Bereichs Pflege im Team Wiesenbach aufsteigen.

Wieder hat es nicht lange gedauert und Elli beschloss die Pflegedienstleitungs-Weiterbildung in Angriff zu nehmen. Diese hat sie nun erfolgreich, mit 19 anderen Kolleg*innen, abgeschlossen. 21 Monate lang hat sie, neben ihrem Job, an der Fortbildung teilgenommen, sich an jeweils drei Tagen pro Monat neues Wissen angeeignet. Neben dem aktuellen Stand der Pflegewissenschaften hat sie sich viel Wissen um Mitarbeiterführung, Kommunikation, Betriebswirtschaft, Marketing und vieles andere angeeignet. Besonders positiv fand sie in dieser Zeit den praxisnahen Austausch mit Kolleg*innen aus anderen Institutionen. „Ich habe nicht nur viel Neues gelernt“, sagt sie, „ich bin auch innerlich gewachsen“. Wir wünschen „Elli“ alles Gute und stets ein glückliches Händchen.

25.06.2019

Mit dem Bulli und Picknickkorb zur Weserfahrt!

Neun EGH Kunden und drei Sozialarbeiter aus unseren Quartiers-Teams Alt Schildesche und Am Meierteich starteten bei großer Hitze zu einer seit langem geplanten Weserfahrt. Ein Bulli und ein PKW wurden mit Picknickkörben, kalten Getränken und guter Laune beladen und ab ging es in Richtung Minden. Die Stimmung war super, auch deswegen, weil beide Fahrzeuge mit Klima ausgestattet waren! Die meisten Teilnehmer kannten sich schon aus der „Gartengruppe“, die sich jeden Mittwoch in unserem Schrebergarten trifft, um dort im Garten etwas zu tun oder einfach nur beisammen sitzt. 

Da die Bootstour erst mittags losging, nutzen wir die Gelegenheit um uns an einem  schattigen Plätzchen an der Weser für unser Picknick niederzulassen. Die Körbe waren gefüllt mit leckeren Sandwiches und Gemüse aus unserem vereinseigenen Schrebergarten (wir berichteten am 11.07.2017), welches unsere Kunden selbst angebaut haben. Da schmeckt das Sandwich doch gleich noch besser, wenn man weiß, woher das Gemüse kommt.

Nachdem die Bäuche gefüllt und der Durst gelöscht waren, machten wir uns auf zur Anlegestelle. Mit dem Schiff kam auch eine Überraschung: an Board, unerwartet, befand sich bereits unser lieber Kollege Pörk mit einer Kundin, bei Kaffee und Kuchen plaudernd, auf ihrer alljährlichen Weserfahrt. Alt und Jung Nord-Ost e.V. ist eben überall.

Da wir die große Weserfahrt gebucht hatten, durften wir drei Stunden lang im Schatten auf dem Oberdeck die schöne Aussicht genießen. 30 Grad waren dort gut zu ertragen.

Gegen Abend waren alle zufrieden zurück in Bielefeld. Es war ein toller Tag, der auch durch eine Spende der Diamant-Stiftung möglich war. Wir bedanken uns hier noch einmal herzlich.

25.06.2019

Sportlich geht es weiter… Das Stadtradeln beginnt!

Am Samstag den 15.06. ging es los. Unsere KollegInnen Irene, Katharina, Heidrun, Özgür und Mirjana traten engagiert in die Pedale. Ziel ist, zwischen dem 15. Juni und 5. Juli so viele Kilometer wie möglich zu erradeln. Obwohl wir nur ein kleines Team sind wollen auch wir unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten, viele Kilometer sammeln und einfach mitmachen.

Weitere Infos zum Stadtradeln:
STADTRADELN ist eine vom Klima-Bündnis entwickelte Kampagne. Das Klima-Bündis ist das größte Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1.700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören. Mit der Kampagne steht Kommunen eine bewährte, leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um in der Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Mobilität aktiv zu werden. Im Rahmen des Wettbewerbs treten Teams für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Im Zeitraum 1. Mai bis 30. September sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer CO2-frei mit dem Rad zurückgelegt werden.

Ziel der Kampagne ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune zu setzten – und letztlich Spaß beim Fahrradfahren zu haben!

18.06.2019

Lauf „Aktiv gegen Krebs“. Wir waren dabei!

Unser Laufteam hatte am Sonntag viel Spaß beim Lauf „Aktiv gegen Krebs“. Dieser wird jährlich vom Klinikum Bielefeld-Mitte veranstaltet.

Unsere Mitarbeiterin Katharina aus dem Team „Rußheide“ erzählte anschließend, dass sie gar nicht erwartet hätte, dass der Lauf schon fast Volksfestcharakter hat. Es gab einen Flohmarkt und Kaffee-, Kuchen- und Würstchenbuden. Viele Selbsthilfegruppen hatten Informationsstände, um ihre Arbeit zu präsentieren. Vor allem der Stand der Schutzengelchen verkauft hatte, blieb Katharina in Erinnerung, denn der Erlös des Standes wurde an Selbsthilfegruppen gespendet*. Sie selbst hat zwei Stück erworben und ihrer Freundin eines davon geschenkt. Heidrun hatte die Idee, dass wir als Verein beim Lauf mitmachen könnten. Sie ist Mitarbeiterin in unserem Team „Am Meierteich“ und war bereits öfter dabei. 4,8 km waren zu bewältigen, laufend oder gehend.

Und wie haben unsere Läufer schließlich abgeschnitten? Sagen wir mal so: Sie haben die komplette Strecke zusammen geschafft.

*Mit dem Erlös des Tages werden Kochkurse für die Patientinnen des gynäkologischen Krebszentrums des Klinikums Mitte finanziert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14.05.2019

Ambulante Pflege und soziale Hilfen in Vilsendorf, Theesen und Jöllenbeck

Unser Team Moorbach in Vilsendorf

Seit 15 Jahren ist das Team Moorbach in Vilsendorf vor Ort, es leistet dort ambulante Pflege und soziale Arbeit und ist in der Nachbarschaft wohl bekannt. Im Stadtteil-Wohncafé am Epiphanienweg 51 finden viele schöne Aktionen statt – ob es Filmnachmittage, Kreativtreffs oder Kaffee- und Kuchen-Nachmittage sind. Das Wohncafé ist für alle Menschen, jeden Alters, mit und ohne Einschränkungen offen. Die Angebote werden von ehrenamtlich tätigen Kräften begleitet. Das Ehrenamt ist eines unserer tragenden Säulen und macht die gute Arbeit oft erst möglich.

Vom Standort am Epiphanienweg bietet das Team Moorbach soziale Arbeit und ambulante Pflege im Stadtteil. Nun sollen Theesen und Jöllenbeck dazukommen. Neben der ambulanten Pflege gehört auch die Eingliederungshilfe zum Angebot. Eingliederungshilfe richtet sich vor allem an Menschen, die durch psychische- oder Abhängigkeitserkrankungen, körperlicher oder geistiger Behinderung Einschränkungen in der Gestaltung eines selbstbestimmten Lebens erfahren. Wir begleiten in Krisenzeiten und unterstützen bei der Entwicklung neuer Perspektiven.

Da wir stadtteilorientiert arbeiten, können wir Kontakt- und Mitwirkungsmöglichkeiten fördern. Ziel jeglicher Unterstützung ist eine selbstbestimmte Lebensgestaltung.

Haben Sie Fragen? Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf, wir beraten Sie gerne!

Übrigens: Menschen, die Interesse haben sich ehrenamtlich zu engagieren, sind herzlich willkommen. Rufen Sie uns einfach an, wir laden Sie gerne auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen bei uns ein.
Telefon: 0521 8016099
Ansprechpartner: Sabine Topmann

02. 05.2019

Unsere Blauen sind da!

Damit wir umfassend für die Menschen in den Quartieren da sein können, machen wir uns mobil: Unsere Blauen ermöglichen uns den schnellen (Pflege-) Einsatz im ganzen Quartier, auch in der Nacht. So können wir die Kontakte zwischen unseren Kunden innerhalb und außerhalb der Wohnanlagen noch besser vernetzen. Darüber hinaus geben unsere Blauen unseren Kunden die Chance gemeinsam auf Tour zu gehen. Sei es die Teilnahme an Kultur, der Arztbesuch oder ein Ausflug im Rahmen der Eingliederungshilfe. In die kleinen Flitzer passt nicht nur der Einkauf, sondern bei Bedarf auch der Rollstuhl. Unsere „puschenläufigen“ Einsätze machen wir natürlich weiter, denn Kontakt zu den Menschen im direkten Umfeld unserer Quartiersstützpunkte ist uns wichtig.
Wir wünschen den KollegInnen unserer Quartiers-Teams Moorbach, Am Johannisbach, Rußheide, Brakhof, Baumheide, Wiesenbach und Kerksiek allzeit gute Fahrt.


 
 

20.03.2019

Rundgang im neuen Bielefelder Modellprojekt an der Westerfeldstr. 152

Im Juli 2019 ist es soweit. Das erweiterte Projekt im Bielefelder Modell wird bezugsfertig. Zwölf neue Wohnungen sind entstanden und ein deutlich größeres Wohncafé, welches für die Menschen im gesamten Quartier offen steht. Dies und das neue Quartiersbüro, von dem aus Alt und Jung Nord-Ost Pflege und Soziale Hilfen für das Quartier künftig organisiert, wurden gestern besichtigt. Zusammengekommen sind die Mitarbeiter des „Teams 2“ des Bauträgers BGW und die Mitarbeiter des Vereins Alt und Jung aus dem Team „Am Johannisbach“, das  schon seit elf Jahren im gleichen Projekt Pflege und Sozialarbeit leistet und das neue Wohncafé betreuen wird. Auch ein Landschaftsarchitekt der BGW war vor Ort, um die Wünsche und Ideen des Teams aufzunehmen und diese in seine Gartenplanung einfließen zu lassen. Ein schöner Innenhof wird zwischen den beiden Häusern entstehen, bienenfreundliche Hochbeete werden angelegt, Obstbäume gepflanzt und einladende Verweilmöglichkeiten installiert werden. Das Quartiers-Team plant ein Treffen aller im Wohncafé tätigen EhrenamtlerInnen um Ideen für das neue Wohncafé zu sammeln. Sollten weitere Personen oder Nachbarn sich für ihren Stadtteil stark machen und engagieren wollen, so sind sie herzlich willkommen, Ihre Ideen einzubringen. Infos gibt es unter 0521 5573399, Frau Niemeier oder Herr Frensen. Wir freuen uns auch auf die Einweihungsfeier im Herbst 2019 und das Kennenlernen der neuen Mieter, die voraussichtlich am 1.8.2019 ihre neuen Wohnungen beziehen können.

22.02.2019

3. Treffen zur Evaluation Bielefelder Modell und Workshop

Am Mittwoch fand zum dritten Mal ein Treffen zur „Evaluation und Weiterentwicklung des Bielefelder Modells“ in der Volkshochschule im Ravensberger Park statt. Zusammengekommen sind die teilnehmenden Projekte der Studie, Alt und Jung Nord-Ost, vertreten durch die Leitungskräfte sowie durch den geschäftsführenden Vorstand Simone Schmitt, Alt und Jung Süd-West, Vertreter der AWO, der Freien Scholle und der bgw (BGW Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH). Es kamen aber auch viele Interessenten aus weiteren Institutionen aus ganz Deutschland. Ziel des Workshops ist es, zukunftsfähige Versorgungsmöglichkeiten zu definieren. Oliver Klingelberg (bgw) eröffnetet die Veranstaltung zusammen mit Dr. Klaus Wingenfeld, wissenschaftlicher Geschäftsführer vom Institut für Pflegewissenschaft der Uni Bielefeld, der das Projekt leitet. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Journalistin und WDR Moderatorin Andrea Marten. Das Bielefelder Modell wurde 1995 in Zusammenarbeit des Vereins Alt und Jung, der Stadt Bielefeld und der bgw ins Leben gerufen und ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Es wird in vielen Städten erfolgreich umgesetzt. Das Konzept und die positiven Effekte, die sich daraus für das Quartier lebenden Menschen ergeben, sollen hierbei wissenschaftlich untermauert werden. Dieses wird mit einer 3 Jahre dauernden Studie (Beginn Ende 2016) der Uni Bielefeld geschehen. Es soll genauer untersucht werden, wie sich das Bielefelder Modell auf die Gesundheit und Zufriedenheit der Bewohner auswirkt. Wir wollen uns weiterentwickeln und stellen daher die Frage: Ergibt das Modell heute noch Sinn, wie es in den 90er Jahren entwickelt wurde? Ist eine Veränderung nötig? Was kann besser gemacht werden? Kann das Bielefelder Modell den Anforderungen einer alternden Gesellschaft standhalten? Und: Was braucht es, um die gute Arbeit im Quartier aufrecht zu erhalten? Ursula Kremer-Preiß, Referentin im Kuratorium Deutsche Altenhilfe hielt einen Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit im Quartier – Mehrwert der Quartiersarbeit verstetigen, Erreichtes langfristig sichern“. Sie fordert auf zum sozialräumlichen Denken. Auch seien Quartiersmanager wichtig, um die Vernetzung im Quartier zu festigen und zu verstetigen. Diese werden oft von den Dienstleistern selbstfinanziert, wie wir – der Verein Alt und Jung Nord-Ost es tut. Hier sei die Kommune in der Verantwortung. Sie sprach davon, dass ein Netzwerk nicht tragfähig ist, wenn nur eine Partei aktiv ist. Es braucht einen Koordinator und viele andere, die mitarbeiten, helfen und sich engagieren. Auch sprach sie über den ursprünglichen Gedanken des Bielefelder Modells, der geteilten Verantwortung, die nicht immer von allen Beteiligten wahrgenommen wird. Dr. Klaus Wingenfeld stellte den Teilnehmern eine erste Zwischenbilanz vor: Das Bielefelder Modell kann Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen besser abdecken als andere ambulante Anbieter. Ebenso wird die Verbindung von Versorgung und die soziale Einbindung sehr geschätzt. Bemerkenswert sei, wie gering die Übergänge in ein Heim sind. Diese liegen bei nur 1%. Darauf folgte eine Podiumsdiskussion, deren Teilnehmerinnen Gisela Kurtwage von der Stadt Bielefeld, Anett Martin, soziales Management GWG, piano e.V. aus Kassel und Richildis Wälter von der AWO, Kreisverband Bielefeld. Nach den Vorträgen wurden die etwa 60 Teilnehmenden zu verschiedenen Workshop-Gruppen zusammengefasst um genau diese Frage aus Sicht der Bürger, der Bauträger, der Pflegedienstes und Dienstleistern und der Kommunen zu erörtern. Das Fazit dieses Workshops: Quartiersmanager sind für das Bielefelder Modell nicht wegzudenken, um die gute Arbeit im Quartier zu fördern und zu erhalten. Allerdings bleibt die Frage nach der Finanzierung im Raum. Diese sollte auf viele verteilt werden. Dafür setzen wir uns ein. Das Projekt läuft noch bis Ende 2019.

21.02.2019

Postkartenaktion des Paritätischen im Team Kerksiek

Gestern trafen sich Kunden und Mitarbeiter des Teams Kerksiek im Stadteilwohncafé in der Braker Str. 111, um an der Aktion des Paritätischen teilzunehmen.
Der Paritätische hat unter dem Motto „gute Pflege ist Menschenrecht“ dazu aufgerufen, eine Postkarte an den Gesundheitsminister Spahn zu senden, um auf das als „Stückwerk“ bezeichnete Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und die schlechte Situation in der Pflege aufmerksam zu machen. Es fehle ein „Gesamtkonzept zur Lösung vieler Probleme“. 100.000 Pflegekräfte müssen gewonnen werden, Pflegende Angehörige brauchen bessere Absicherung und Entlastung. Pflegekräfte brauchen mehr Zeit um eine angemessene Betreuung und Pflege zu leisten.
Der Verein Alt und Jung Nord-Ost hat zu diesem Nachmittag eingeladen. Das Team Kerksiek und die Quartiersbeauftragte des Vereins Alt und Jung Nord-Ost, U. Heinrich, haben die Veranstaltung organisiert.
12 Damen und die Leitende Pflegekraft des Teams haben sich bei Kaffee und Kuchen getroffen, um die eigene Pflegesituation und die der Pflegenden zu besprechen. Was sind die eigenen Wünsche an den Gesundheitsminister in Bezug auf die Pflegesituation? Wie wollen wir pflegen und was sollte die Regierung hierzu tun?
Es wurde angeregt diskutiert. Mehr Zeit für die Pflege. Mehr Wertschätzung für den Pflegberuf. Eine bessere Bezahlung, waren nur einige der Wünsche. Viele Kunden sagten, sie verstünden die Begrifflichkeiten der Pflegeleistungen nicht. Sie haben den Wunsch, dass diese verständlicher formuliert werden. Die Bürokratie muss vereinfacht werden und Anträge schneller bearbeitet. Auch bei Kräften aus dem Ausland müsse die Politik weniger bürokratisch sein. Den Menschen wird es erschwert, bei oft guter Ausbildung, in Deutschland tätig zu werden. Auch die Begutachtung zur Pflegestufe des MDK (Medizinischer Dienst) war Thema. Die Menschen wünschen sich, dass das Umfeld mehr mit einbezogen wird. Es könne nicht sein, dass eine Person, nach einem kurzen Besuch, so die Damen, die Situation richtig einschätzen kann.
Nachdem der – von der Praktikantin gebackene – Kuchen verzehrt war, schrieben die Damen und die Pflegenden ihre Wünsche auf die Karten.
Der Verein wird alle Karten, die in den Teams geschrieben worden sind, an den Gesundheitsminister schicken. Vielleicht tut sich ja was?!

 

21.02.2019

Zu Besuch beim Mal- und Gestaltungstreff im KuKu

 

Gudrun H. ist schon seit vielen Jahren Teilnehmerin bei den Angeboten des Kuku an der Kreuzstraße 32. Sie kommt regelmäßig zum Mal- und Gestaltungstreff, um sich dort kreativ auszuleben. Viele schöne Bilder hat sie hier schon gemalt. Heute sind Malven, die sie von einem Bild abmalt, ihr Thema. Man sieht ihren Bildern an, dass sie in den vergangenen Jahren viel gelernt hat.

Heidi P. kommt zwei Mal wöchentlich montags und dienstags. Hier kann sie gestalterisch tätig werden. Am liebsten malt sie oder kreiert Skulpturen. Das aktuelle Thema sind Osterhasen in 3D.

Im Kuku kann jeder, auch ohne Vorkenntnisse, seiner Kreativität freien Lauf lassen. Viele Materialien sind hier vor Ort, mit denen man arbeiten kann. Dirk Otterstedde, Leitung im KuKu, hilft, unterstützt, berät und gibt Ideen.

Mittlerweile kommen regelmäßig über 40 Teilnehmer zu dem Treff. Hier ist jeder willkommen, mit und ohne Einschränkungen. Jeder kann nach seinen Wünschen, Möglichkeiten und Können frei arbeiten.

Das KuKu wird vor allem von ehrenamlichen Helfern gestützt. Gudrun H. ist seit vielen Jahren mit dem KuKu verbunden und begleitet viele Veranstaltungen.

Sollten auch Sie Interesse an ehrenamtlicher Arbeit im Kuku oder auch im Verein haben, rufen Sie uns einfach an.

Telefon 0521 982630

Neue Westfälische am 07.02.2019

Kultur und Bildung für alle

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25.01.2019

Team Kerksiek jetzt mit Schild!

Das Quartiers-Pflegeteam Kerksiek hat jetzt ein großes und auffälliges Hinweisschild, dass mit freundlicher Genehmigung des Bauträgers bgw an der Braker Str. 111 in Brake angebracht wurde.

Anders als viele denken, kommt unser ambulantes Team selbstverständlich zu Ihnen nach Hause! Unser ambulantes Team leistet seine soziale Arbeit nicht nur im Bielefelder Modell Wohnprojekt. Darauf und auf das Stadtteil-Wohncafé wird jetzt hingewiesen. Das Wohncafé steht für alle Nachbarn und Interessenten jeden Alters offen und bietet viele verschiedene Angebote. Unsere engagierten Ehrenamtler, das Pflegeteam und unsere Sozialarbeiter freuen sich auf Ihren Besuch und wenn Sie Lust haben, auch auf Ihre Mitwirkung im Stadtteil-Wohncafé.

Hier geht’s zu den Angeboten im Wohncafé

21.12.2018

Weihnachtzettelaktion der Neuen Westfälischen

Auch in diesem Jahr haben Bürger der Stadt Bielefeld bei der Weihnachtszettelaktion der Neuen Westfälischen fleißig mitgemacht. Viele Geschenke für unsere Kunden sind bei Frau Brune eingegangen und werden in den Wohnprojekten unter den Weihnachtsbäumen liegen. Wir möchten uns, im Namen unserer Kunden, bei den Bürgern dieser Stadt ganz herzlich dafür bedanken. Allen frohe Feiertage und einen guten Rutsch.

19.12.2018

Eine Weihnachtsgeschichte

Erschienen in „Brake aktuell“ Dezember 2018

20.11.2018

„Frauen entdecken ihre Stadt“ zu Gast beim Team Kerksiek

8 Damen der VHS Gruppe „Frauen entdecken ihre Stadt“ besuchten heute das Quartiers-Pflegeteam Kerksiek in Brake, um sich über die Geschichte des Vereins, seine Arbeit und das Bielefelder Modell zu informieren.

Zuvor hatten sie einen Zeitungsbericht über die Geschichte von Alt und Jung Nord-Ost e.V. gelesen, der ihr Interesse für den Verein geweckt hatte. Mirjana Antic, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, informierte die Besucherinnen über Entstehung und Entwicklung des Vereins und erzählte ein paar Anekdoten aus den frühen Zeiten des WG-Lebens.

Außerdem beantwortete sie viele organisatorische Fragen wie beispielsweise „Wie komme ich an so eine Wohnung?“, „Muss ich krank sein, um in einem Bielefelder Modell Projekt zu wohnen?“ oder „Was für Leute wohnen denn da in so einer Wohngemeinschaft?“

Frau Ute Heinrich, Ehrenamtsbeauftragte und Quartiersmanagerin des Vereins, berichtete von der Arbeit im Quartier, von Aufbau und Erhalt einer gut vernetzten Nachbarschaft und den Angeboten in den Wohncafes der verschiedenen Quartierstützpunkte, die für alle Menschen im Wohnumfeld zugänglich sind.

Frau Katrin Schütze, Leitung des Bereichs Pflege im Team Kerksiek, gab einen kurzen Einblick in den Pflegealltag in einem Quartier. Sie erwähnte auch, dass wir, der Verein Alt und Jung Nord-Ost e.V. und ein weiterer Anbieter im Bielefelder Modell mit diesen drei Stützpunkten in Brake ein Altenpflegeheim überflüssig gemacht haben. Dies halten wir für eine tolle Sache.

19.09.2018

Team Meierteich begrüßt neue Praktikantin von Weltwärts.

Unsere Kooperation mit dem Welthaus Bielefeld und deren Projekt Weltwärts (welthaus.de/weltwaerts) fruchtet nun zum dritten Mal. Seit dem 10.08.2018 ist Nthabeleng Mokoena in unserem Quartiersteam Meierteich als Praktikantin in der Altenpflege. Nthabeleng ist schon seit einem Jahr in Bielefeld, hat ein Praktikum beim DRK gemacht und dann zu uns gewechselt, weil sie gerne eine Ausbildung als Altenpflegerin machen möchte. Die gebürtige Lesothoanerin lebt seit vielen Jahren in Südafrika und hat dort mit Waisenkindern gearbeitet. Auf die Frage, warum sie ausgerechnet in die Altenpflege möchte, sagt sie, dass sie es liebt, wenn sie etwas tut und dafür ein Lächeln zurückbekommt. Weiter erzählt wie sehr es sie berührt, wie die KollegInnen im Pflegeteam Meierteich mit ihren KundInnen umgehen. Sie hat beobachtet, wie eine Pflegende mit einer Kundin spricht, die ihr das Gesicht gewaschen hat. Sie sagt, „wie sie es gemacht hat, mit so viel Respekt, dass es mein Herz berührt hat“, das zu sehen hätte sie noch einmal in Ihrer Entscheidung, diesen Beruf zu erlernen, bestärkt. Sie hält sich gerne im Stadtteiltreffpunkt „Nachbarschafts-Haus“ des Alt und Jung Nord-Ost e.V. Pflegeteams Meierteich „an der Apfelstraße / Ecke Klarhorststraße auf, wo sie heute afrikanisch kocht, tatkräftig von ehrenamtlich Tätigen unterstützt, für die Menschen aus der Nachbarschaft, die zum Mittagstisch kommen. Beate P., Sozialarbeiterin des Quartiersteams, weist auf die Gitarre von Nthabeleng hin, die in der Ecke steht. Dann erzählt uns Nthabeleng, dass sie gerne singt und mit den Kunden des Teams schon ein Lied aus ihrer Heimat eingeübt hat – in ihrer Sprache. Ralf Kampmann, neue Pflegedienstleitung des Vereins, unterstützt sie bei dem Vorhaben, die Ausbildung bei Alt und Jung Nord-Ost e.V. beginnen zu können, indem er  sie bei den administrativen Tätigkeiten unterstützt und Ihr einen Ausbildungsvertrag zusichern konnte.
Er hat keinen Zweifel daran, dass Nthabeleng die Ausbildung erfolgreich absolvieren wird, vor allem da sie bereits jetzt über sehr gute Deutschkenntnisse verfügt. Nthabeleng hat in dem Jahr des Praktikums bei uns eine tolle Entwicklung gemacht und ist schon heute eine echte Bereicherung für unser Pflegeteam.

Alt und Jung Nord-Ost e.V. bedankt sich bei seinen KundInnen für 40 Jahre Vertrauen.

„Betreutes Singen“ mit Julia Kokke am Sonntag, 08. Juli 2018.

Schon am Freitag vor der großen Schlagerrevue starteten die Vorbereitungen, die für alle  Kunden des Vereins veranstaltet wurde. Viele fleißige Ehrenamtler halfen bei Dekoration, Eindecken und Kuchenbacken.

Am Sonntag kamen dann knapp 100 Kunden und deren Begleitungen zum Schlagernachmittag zusammen. Die Sängerin Julia Kokke und ihr „Plattenaufleger“ Christian Ehleben boten ein Potpourri von 50er-, 60er- und 70er-Jahre-Schlagern, unter dem Motto „vom Wirtschaftswunder bis zur Ölkrise“. Frau Kokke startete mit „Tulpen aus Amsterdam“ und bot dann das ganze Programm an bekannten Gassenhauern wie „Steig in das Traumboot der Liebe“, (hier kamen die Besucher ordentlich in Stimmung), „Mit 17 hat man noch Träume“ und „Habanero“, „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, und und und…

Viele sangen mit, hier und da sah man ein Tränchen im Augenwinkel oder ein breites Grinsen im Gesicht. Auch mitgebrachte Enkel und Enkelinnen schmetterten das eine oder andere Lied locker mit.

Frau Kokke brachte den Saal in Stimmung und forderte die Gäste auf „sich gehen zu lassen“, was sie dann bei Gittes „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ für ostwestfälische Verhältnisse auch taten. Alle sangen mit und auf den Fluren des Gemeindehauses wurde getanzt.

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Brake war so freundlich uns den Gemeindesaal für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen, wofür wir uns noch einmal herzlich bedanken. 

Und natürlich ein großer Dank all jenen, die bei diesem schönen Nachmittag mitgewirkt haben.

Tag der Architektur am 23. Juni 2018 –

Wir öffnen unsere Türen


Aus der Begleitbroschüre:

„Umbau einer Gewerbe-Immobilie zu einer Büronutzung

Das aus den 30er Jahren stammende Industriegebäude ist umfassend saniert und vorhandene Leerstände zu einer hochwertigen Büronutzung umgebaut worden. Zielsetzung war der sensible Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz und der Erhalt des industriellen Charakters. Das 2. OG mit 620qm ist entsprechend dem Bedarf des Mieters (Alt & Jung Nord-Ost e.V.) geplant und innerhalb von 3 Monaten fertiggestellt worden. Die sichtbar gelassene technische Ausstattung unterstreicht die Geschichte des Gebäudes.“

Der Architekt Daniel Sieker stellt unsere Büroräume vor.
Führungen jeweils um 15.00, 15.30, 16.00 und 16.30.

Besucher sind herzlich willkommen.

Ausstellung „Horizonte“ im KUKU geht weiter, trotz Unfall

NW vom 18. Juni 2018

„Wir haben schon Inklusion gemacht, als es das Wort noch gar nicht gab“

Ausstellungseröffnung „Horizonte“ im KUKU am 09.05.2018

Sehr zur Freude der Künstlerinnen und Künstler war die Ausstellungseröffnung gut besucht. Dirk Otterstedde, der Leiter des Kunst- und Kulturhauses, eröffnete die Ausstellung mit einigen Worten und begrüßte alle Gäste und die Künstler, die persönlich erschienen sind.

Wie Herr Otterstedde weiter ausführte besteht das KUKU seit mehr als sieben Jahren und dient als ein Ort, der für alle Menschen – ob mit oder ohne Einschränkungen – offen steht. Die Gründerin des Vereins Alt und Jung, Theresia Brechmann, selbst Schwester der behinderten Künstlerin Hedwig Brechmann, vertrat schon immer die Ansicht, dass künstlerische Arbeit für Eingeschränkte wichtig und unterstützenswert ist. Obwohl Frau Brechmann seit einigen Jahren im Ruhestand ist, unterstützt sie das KUKU auch heute noch mit Spenden, um die gute Arbeit weiterhin möglich zu machen. Hierfür zeigte sich Herr Otterstedde sehr dankbar.

Er wies darauf hin, dass die Menschen die das KUKU besuchen, um dort künstlerisch zu arbeiten, keinerlei Bevormundung oder Einflussnahme des KUKU Teams erfahren. Stattdessen werden sie in ihrem freien und persönlichen Entwicklungsprozess begleitet und unterstützt. 

„Wir haben schon Inklusion gemacht“, ergänzte er, „als es das Wort noch gar nicht gab“. Er sieht den „eingeschränkten“ Künstler als Künstler und nicht als hilfsbedürftige Person.

„Viele der Menschen die ins KUKU kommen“, so Otterstedde, „ ob mit oder ohne Einschränkung, haben in den Jahren eine große Entwicklung vollzogen. Das KUKU Team ist sehr stolz auf die Ergebnisse, die bei der Ausstellung gezeigt werden.“

Karl-Josef H., der fünf seiner Werke ausgestellt hat, ist schon lange im KUKU engagiert. Er kommt aus Heepen mit dem Bus. Seit neuestem hat sich sein Bekannter Dieter W. angeschlossen, der sich im KUKU unmittelbar wohlfühlte und schon jetzt zu den Ausstellenden gehört. Beide sind sehr stolz auf die aktuelle Ausstellung und ihr „Wahrgenommen“ werden.

Eine weitere Künstlerin, Doris Bille, sucht ihre gedankliche Freiheit. Sie erzählte davon, dass sie nur malen könne, wenn sie weder Stress noch Sorgen hat. Sie liebt nordische Motive, wie Reetdachhäuser, Strandkörbe, Leuchttürme und das Meer.

Etwas später, alle Künstler und Gäste saßen zum Essen um einen großen Tisch herum, erhob sich eine ehrenamtlich Tätige, die schon seit vielen Jahren im KUKU engagiert ist und mit Dirk Otterstedde zusammen arbeitet. Sie bedankte sich bei ihm für seine gute Arbeit und dafür, dass er einen Raum geschaffen hat, der für sie wie ein zweites Zuhause geworden ist.

Das KUKU Team freut sich über Jeden, der ins KUKU kommt und die Gruppen bereichert, ganz egal welcher Herkunft, welchen Alters oder ob mit oder ohne Einschränkung. Das KUKU ist ein offenes Haus, das Freiräume bietet, jeder ist willkommen.

Die Ausstellung dauert noch bis 13.07.2018

14.05.2018

Pressetermin

 

Wir informieren im heutigen Pressetermin über den Baubeginn eines neuen Gebäudes, an der Westerfeldstr. 152. Seit 2007 steht dort ein Gebäude der bgw, welches Teil des „Bielefelder Modells“ ist. (https://bielefelder-modell.de/das-bielefelder-modell).

Das Bielefelder Modell wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein Alt und Jung, der bgw und der Stadt Bielefeld entwickelt und ist mittlerweile fester Bestandteil in der Bielefelder Pflegelandschaft. Der Verein Alt und Jung Nord-Ost e.V. ist als ambulanter Pflegedienst mit seinem Team „Am Johannisbach“, einem seiner neun Pflegeteams, vor Ort. Das Team „Am Johannisbach“ leistet dort von einem Stützpunkt aus Pflege und soziale Hilfen nach Wunsch und Bedarf, in der umliegenden Nachbarschaft, aber auch im gesamten Quartier.

Zum Termin erschienen Frau Kubitza, Geschäftsführerin bgw, Herr Klingelberg, Sozialmanagement bgw, Frau Achelpöhler, Architekten Achelpöhler, Bauleiterin, Dirk Schleef, Vorstand des Vereins Alt und Jung Nord-Ost e.V. und Anke Niemeier, Leitung Soziales im verorteten Pflegeteam „Am Johannisbach“. Frau Kubitza erläuterte kurz die Eckdaten. Das neue Gebäude, direkt gegenüber dem bisherigen, das 23 barrierefreie Wohnungen beherbergt, wird um insgesamt elf Wohnungen erweitert.

Das vorhandene Wohncafé, Begegnungsort für alle Bewohner und Nachbarn im Quartier, welches laut Herrn Klingelberg seine Kapazitätsgrenze längst erreicht hatte, wird im Neubau mit ca. 100qm deutlich größer projektiert. Herr Klingelberg wies explizit noch einmal auf die Wichtigkeit des Wohncafés als zentrale Begegnungsstätte des Quartiers hin. Im Wohncafé sind die ehrenamtlich Tätigen vor Ort, hier begegnet man sich bei verschiedenen Angeboten. Vereinsvorstand Dirk Schleef freute sich ebenfalls über die Ausdehnung das vorhandenen Projekts und somit der des Pflegeteams. Er nutzte die Gelegenheit, um auf das 40-jährige Jubiläum des Vereins hinzuweisen und damit verbunden auf 40 Jahre Gemeinwesenarbeit, die Alt und Jung Nord-Ost e.V. in vielen verschiedenen Quartieren seit 1978 leistet. Dieser Standort sei ideal um vom Team-Stützpunkt aus Nachbarschaftshilfe sowie ambulante Pflege und soziale Hilfen anzubieten. Das neue Gebäude samt Wohncafé wird offen sein für alle Nachbarn, egal welchen Alters und welcher Herkunft und voraussichtlich im Herbst 2019 eröffnen. Bis dahin bleibt das „alte“ Wohncafé natürlich für alle Bürger geöffnet.

18.04.2018

Ausstellung „Horizonte“

 

Im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet am 09. Mai 2018 im Kunst- und Kulturhaus die Ausstellung ,,Horizonte“ statt. Im September 2011 haben wir in Bielefeld in der Kreuzstr. 32 unser Kunst- und Kulturhaus eröffnet. Das Kuku bietet die Möglichkeit vielfältigen Menschen zu begegnen.

„Inklusion von Anfang an“
In unserm Angebot verbinden wir soziale Arbeit mit Kunst und Kultur. Kunst und Kultur für wen oder was? Integrativ, inklusiv und generationsübergreifend bedeutet für uns: Ein bunter Strauß voller Menschen mit und ohne Einschränkungen, jeden Alters und aus allen Ländern unserer Welt!

17 KünstlerInnen zeigen eine Auswahl ihrer Werke, die im vergangenen Jahr im Kunst- und Kulturhaus entstanden sind.

Wir nehmen uns die Freiheit, Künstler zu sein und möchten Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 09. Mai 2018 um 16.00 Uhr einladen.

Nachfolgende Künstler stellen aus:
Heidi Perucki, Marion Kroos, Ingrid Hagemeier, Astrid Ober, Cornelia Weiß, Doris Bille, Karl-Josef Hasert, Gudrun Hofmann, Joachim Kisker, Ulrike El Sayed, Sonja Bunge, Dieter Wernicke, Christiane Wilkenhöner, Teresia Eusterbrock, Vildan Genc, Kirsten Conrad, Hedwig Brechmann

Kuku Kunst- und Kulturhaus
Kreuzstr. 32
33602 Bielefeld
Tel.: 0521.78715390
www-Kuku-bielefeld.de
Mail: info@KuKu-bielefeld.de
 

12.04.2018

Alt und Jung Nord-Ost e.V. auf Zelluloid und VHS

 

Es gab schon immer viel Interesse an der Arbeit von Alt und Jung e.V.. Gruppen aus ganz Deutschland und anderen Teilen der Welt sind gekommen, um sich unsere Arbeit anzuschauen und haben unsere Ideen und Konzepte (oft) mit in Ihre Heimat genommen. Es wurde daher viel über uns geschrieben, berichtet und sogar einige Filme über unsere Arbeit gedreht.

Zu unserem 40. Jubiläum haben wir ein paar alte Filme aus den Anfangsjahren auf Youtube gestellt. Schöne Bilder und Geschichten, Fakten und Visionen sind hier auf Zelluloid und VHS festgehalten. Schaut einfach mal rein! Vielleicht erkennt ihr das eine oder andere Gesicht.

Ihr findet auch weitere Themen, unter anderem die unserer Fachtagung zum Thema „Die ambulante quartiersbezogene Begleitung als zukunftsfähiges Modell“, die wir im Sommer 2016 abgehalten haben.

19.03.2018

Alt und Jung ist jetzt elektrisch unterwegs

Wir legen nicht nur Wert auf gute Pflege, sondern auch auf eine saubere Umwelt.
Deshalb testen wir nun für ca 3 Monate 3 E-Autos in unseren Pflege- und Quartiersteams. Mit dabei sind das Team Rußheide (Sieker), Team Am Johannisbach (Schildesche) und das Team Moorbach (Vilsendorf).
Die KollegInnen werden testen, welche E-Autos für das jeweilige Team am geeignetsten (Reichweite) und wie praktikabel die Autos im Arbeitsalltag sind.
Damit rücken wir ein wenig von unserem Konzept der „Fußläufigen Pflege“ ab (Radius von 500m um den Standort herum, der gut fußläufig bzw. wie bisher gehandhabt, mit E-Rädern gut zu erreichen ist). Wir mussten erkennen, dass es so weder für jedes unserer neun Quartiersteams praktikabel noch für einige Mitarbeiter gut zu bewältigen war. Alles verändert sich, warum nicht auch wir?! Und mit E-Autos können selbst wir das vertreten.

23.03.2018

Wolfgang Preuß geht in den Ruhestand

 

Viele Jahre hat uns Wolfgang Preuß begleitet, am Anfang, in den späten Siebzigern, als Freund und Unterstützer unserer Sache und ab 1993 dann als Pflegedienstleitung des Vereins Alt und Jung. Nun geht er nach 24 Dienstjahren in seinen wohlverdienten Ruhestand. Wenn man mich fragen würde, wie Wolfgang Preuß in meiner Erinnerung bleibt, dann würde ich sagen, dass ich mich an einen sehr genauen, immer die Dinge hinterfragenden und sehr sachlichen Menschen erinnere. Einer, der versucht hat, mit den Instrumenten die ihm zur Verfügung standen, und ein wenig übriggebliebener (angebrachter) Bockigkeit aus den Siebzigern, die Dinge so zu verändern, dass es den Kunden, also denen die Unterstützung brauchen, am Ende immer ein wenig besser ging. Er hat nie aus den Augen verloren, dass es um den Kunden geht.

Ich habe vor ein paar Tagen ein kleines Gespräch mit ihm geführt:

Lieber Wolfgang Preuß, welche Geschichte möchtest du uns nach 24 Jahren Dienst bei Alt und Jung e.V. hinterlassen? „Eine Geschichte hat mich besonders berührt. Und zwar ging es um die Einrichtung eines Zimmers einer Dame die nach vielen Jahren in der Psychiatrie, im Hohen Alter von 84 Jahren, in eine Wohngemeinschaft zog und mit dieser habe ich dann ihr Zimmer eigerichtet. Und das war tatsächlich eine Erfahrung, wo ich so dachte, meine Herren, dass man drei Stunden darüber Entscheidungen fällen muss ob das Bett jetzt hier in der Ecke richtig steht oder ob es in der nächsten richtig steht, das hat mich schon herausgefordert. Aber die alte Dame war so überzeugend, dass ich dachte OK, das machen wir jetzt auch – es war gerade Sylvester … und letztlich haben wir das Zimmer auch einigermaßen eingerichtet bekommen und waren beide sehr zufrieden. Dann wurde mir klar, dass zwischen einem Intensivpflegebereich (Wolfgang Preuß hat vor seiner Tätigkeit bei Alt und Jung auf einer Intensivpflegestation gearbeitet), wo alle Laken schön geglättet sind und der Einrichtung eines WG-Zimmers bestehen doch große Unterschiede. Und es war ja sowieso immer ein besonderer Punkt unserer Arbeit mehr Wert auf das Wohnen zu legen, als unbedingt auf die „Bedürftigkeit“. Wir haben gesagt, die Menschen wollen Wohnen, das steht an erster Stelle. Sie wollen nicht unbedingt als Pflegebedürftige stigmatisiert werden. Das hat uns, meiner Meinung nach, auch hohen Respekt verschafft und hat uns auch den Kontakt zu den Menschen sehr erleichtert“.

Auf die Frage, was er dem Verein wünscht, sagt Wolfgang Preuß: „… dass er (der Verein) hoffentlich weiterhin an dem Konzept festhält, dass Wohnen ein wichtiger Teil der Gesundheit ist. Natürlich sind gute Versorgung, Ernährung, etc. auch wichtig, aber dieser Teil, und das was unsere Arbeit immer begleitet hat, nämlich vernünftige und angenehme Wohnverhältnisse herzustellen und das nachbarschaftliche Wohnen zu gestalten. Sich immer wieder darauf zu besinnen, wo unsere Wurzeln liegen und wofür wir das machen, nämlich für die Menschen. Das sollte, bei allen nicht in Vergessenheit geraten.“

Wir wünschen Wolfgang Preuß einen tollen Ruhestand, Gesundheit und Glück.

Diese Geschichte und viele andere Geschichten, machen uns aus. Vor allem unsere Entstehungsgeschichte (siehe Historie). Es macht uns aus, dass wir Vorgaben immer hinterfragt haben, dass wir mit unseren Kunden zusammen für Ihre und unsere Rechte gekämpft haben. Dass wir auch für uns, also den Mitarbeitern, den Anspruch hatten, so selbstbestimmt wie möglich zu bleiben. Es gab Auseinandersetzung mit den verschiedenen Institutionen, die wir alle mehr oder weniger, mit gutem Ausgang, vor allem für unsere Kunden, verbuchen konnten.

Wir haben nicht nur mit dem Bielefelder Modell die Pflegelandschaft, vor allem in unserer Stadt, verändert, sondern haben auch bundesweit Einfluss auf die Pflegepolitik genommen.

Darauf können wir ein bisschen stolz sein.

M. Antic

Wir feiern 40 Jahre Alt und Jung in Bielefeld

 

Eine Pflege-Vision wird erwachsen

Wir fingen an als Hausbesetzer und Weltverbesserer, die den Anspruch hatten, hilfebedürftigen Menschen sollten so selbstbestimmt wie möglich leben, und die dies auch für sich selbst anstrebten. Wir, das waren eine Gruppe Pflegender und eine Dame, die sich mit knapp vierzig Jahren zu jung für ein Altersheim fühlte, nach einer anderen Form der Versorgung suchte, und damit wurde der Grundstein für die Vereinsgründung gelegt. Dies ereignete sich im Winter 1978. Natürlich haben wir uns seitdem verändert, sind gewachsen, und haben uns weiter entwickelt. Aus einer Handvoll Idealisten mit der Vision von einer besseren Pflegewelt ist ein professioneller Pflegedienst geworden, der heute knapp 180 Angestellte umfasst. Mittlerweile, im Jahr 2018, begleiten, pflegen und unterstützen wir mit examinierten Pflegekräften, Kaufleuten, Hauswirtschaftsleuten und vielen tatkräftigen ehrenamtlichen Helfern gemeinsam 8,5 % der pflegebedürftigen Menschen in dieser Stadt.

Von Wachstumsschmerzen und Entwicklungsprozessen

1981 entstand in einem besetzten Haus in Schildesche die erste Pflege-Wohngemeinschaft, auch „H1“ genannt. Die Bewohner von „H1“ waren Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf und Pflegende, die anfänglich ebenfalls im Haus wohnten. Vieles war Neuland, Reibungen gehörten zum Alltag und Prozesse des Zusammenlebens mussten ausgelotet und verhandelt werden.

Schnell wurde die WG dann jedoch bekannt beim Bäcker, beim Apotheker, dem Friseur oder beim Hausarzt. Die Menschen im Viertel wurden dabei unterstützt, sich zu vernetzen und ihre Anliegen gemeinsam zu lösen. Die „H1“ wuchs stetig und weitere WGs bzw. Quartiersangebote folgten. Die Wohngemeinschaft  H1 besteht bis heute und ist fester Bestandteil im Alt Schildescher Stadtkern. Von Bedeutung ist für uns bis heute auch die Einbindung der Wohngemeinschaft in das Quartier. Vernetzungsarbeit ist, nach der guten Pflege der Menschen, Hauptbestandteil unserer Arbeit, um Nähe im Wohnumfeld zu schaffen.

Das Zusammenwohnen der Generationen war und ist ein maßgeblicher Faktor für die Entwicklung unseres Konzeptes. Dies erweist sich oft als eine Herausforderung, immer aber auch als eine Bereicherung. Denn unser Konzept basiert nicht im klassischen Sinne auf Zahlen und unternehmerischen Zielen, es erwächst aus der Realität verschiedener Lebensstile, Wohnwünschen und Persönlichkeiten. Dafür ist das selbstbestimmte Leben des Einzelnen ebenso ausschlaggebend wie das voneinander Lernen und miteinander Leben von Alt und Jung.

1995 wurden wir ein anerkannter Pflegedienst und genügen seither allen Anforderungen der gesetzlichen Leistungsträger. Es folgten die Verträge über Leistungen der ambulanten Hilfe für Menschen mit Behinderungen und ergänzende Leistungen der Hilfe zur Pflege.

Aufgrund des immer weiter steigenden Bedarfs an alternativen Pflegekonzepten entstand 1996 in Zusammenarbeit mit der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (bgw) und der Stadt Bielefeld das „Bielefelder Modell“ zum quartiersbezogenen Wohnen mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale - ein Angebot an barrierefreiem Wohnraum und stadtteilbezogenen, niederschwelligen Versorgungsangeboten. Das „Bielefelder Modell“ ist heute weit über die Grenzen Bielefelds hinaus bekannt und macht bis heute überregional Schule.

2005 teilte sich der Verein aufgrund der Größe in die Vereine Alt und Jung Nord-Ost und Alt und Jung Süd-West auf, die mittlerweile jeweils größer sind als der damalige Verein selbst war.

Mit unseren Teams sind wir heute in vielen Wohnquartieren Bielefelds aktiv und bieten ein hoch qualifiziertes und am Bedürfnis des einzelnen Menschen orientiertes Dienstleistungsangebot, welches kontinuierlich reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt wird.

Unseren neun Quartiers-Pflegeteams organisieren die Mitarbeiter ihre Arbeit eigenständig. Koordinierend wirkt unserer Geschäftsstelle, die sich seit Mai 2017 in der Buddestraße 15 in der Bielefelder Innenstadt befindet.

Wir arbeiten gemeinsam mit Engagement und Professionalität daran, die Vielfältigkeit der Lebenskonzepte weiter zu gestalten und zu verbinden. Hierbei ist das effektive Zusammenspiel von Pflegedienst, Nachbarschaft, ehrenamtlich Tätigen, anderen sozialen Einrichtungen und lokalen Ressourcen bestimmend. Zusammen entwickeln wir täglich eine Versorgungsstruktur, die die bisherige Pflegelandschaft nachhaltig erweitert und verbessert. Besonders wichtig ist uns die Stärkung von sozialen und kulturellen Aktivitäten, Ortsnähe und die Beschränkung auf ein kleines Gebiet.

Nicht zuletzt haben wir uns auch strukturell und als Organisation weiter entwickelt und sind heute ein mittelständisches, sozialwirtschaftliches Unternehmen mit neun Quartiersstützpunkten. Wir bieten ambulante Pflege, soziale Hilfen, soziale Beratung und individuelle Begleitung bei Unterstützungsbedarf.

Und noch immer sind wir Menschen, die nicht einfach hinnehmen, was vorgegeben wird.

Bis heute gilt unverändert unser Ziel, Menschen mit besonderem Hilfebedarf individuelle Unterstützung in der eigenen Wohnung zu bieten und ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

Wir sind nach vierzig Jahren engagiert, kompetent, verlässlich und noch immer ein bisschen anders!

Dirk Schleef

01.08.2017

Neue Ehrenamtsbeauftragte bei Alt und Jung Nord-Ost e.V.

Sie kam als Ehrenamliche …

Ute Heinrich, Dipl. Soziologin, engagiert sich ehrenamtlich in unserem Verein seit 2012.

Ihre Tatkraft hat uns veranlasst, sie als Quartiersmanagerin für eine zum Teil durch die „Aktion Mensch“ geförderte Stelle für ein neues Projekt an der Brakerstrasse 111 in Bielefeld-Brake für drei Jahre einzusetzen. In dieser Zeit hat sie eine wirklich tolle Arbeit geleistet, so dass die Bewohner des Projektes und die Ehrenamtlich Tätigen sich an den Verin gewendet haben, um sich für ihren Verbleib einzusetzen. Die Entscheidung fiel schnell und so wurde die abgelaufene, geförderte Stelle in eine Planstelle umgewandelt und Frau Heinrich als Ehrenamtskoordinatorin für den Verein Alt und Jung Nord-Ost eingestellt.

Frau Heinrich kümmert sich weiterhin, auch als Quartiersmanagerin, um die Quartiersteams Rußheide und Kerksiek. Dort koordiniert sie vor allem, die ehrenamtliche Arbeit und die damit verbundenen Angebote in den Projekten.

www.altundjung-nordost.org/index.php
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Vortrag

Sport im Alter in Theorie und Praxis

Wo: Wohncafé des Bielefelder Modells,
Kammermühlenweg 12
33607 Bielefeld
Wann: Donnerstag, 22.02.2018, um 15.00 Uhr

Sport macht nicht nur Spaß, sondern wirkt sich auch gerade im höheren Alter nachweislich positiv auf die Gesundheit und die Lebenserwartung aus. Die Muskeln werden gekräftigt, das Immunsystem gestärkt, die Blutgefäße geschützt, die Gleichgewichtsfähigkeit wird gefestigt und die „geistige Beweglichkeit“ bleibt länger erhalten.

Ute Elbrächter, Diplom-Sportwissenschaftlerin, mit langjähriger Erfahrung im Seniorensport wird an diesem Nachmittag über Sportarten für Senioren jeden Alters, auch für Hochbetagte, informieren:

  • Welche Sportarten sind für Senioren/Hochbetagte geeignet?
  • Worauf muss ich bei der Auswahl achten?
  • Was kann im höheren Alter noch erreicht werden?
  • Was versteht man unter Sturzprophylaxe?

Gern werden weitere Fragen beantwortet. 
Jeder ist willkommen!
 

11.07.2017

Unser Schrebergarten wächst weiter

Wie schon im September letzten Jahres berichtet, haben wir den Schrebergarten einer engagierten Ehrenamtlerin übernommen, um mit unseren Kunden dort Eingliederungshilfe zu machen, aber auch um den Garten für die Vereinsmitglieder und Mitarbeiter nutzbar zu machen. Hier ein kleiner Zwischenbericht:

Der Schrebergarten wurde schon Rollstuhlgerecht umgebaut, es sind unter anderem Hochbeete installiert worden. Regelmäßig, je nach Wetterlage, treffen sich MitarbeiterInnen und Kunden im Schrebergarten. Es haben sich verschiedene Gruppen formiert, die bestimmte Aufgaben übernehmen. Team-Anbau, Team-Gartenpflege, Team-Garten-Häuschen und dessen Ausstattung, arbeiten fleißig.

Das Gelände, der Garten und das Häuschen verändern sich stetig und der Sommer hat auch schon die ersten, stattlichen Ernteerfolge vorzuweisen. Eine der Kernideen bei dieser Schrebergartenaktion war es auch, das Angenehme mit dem Unkrautjäten zu verbinden. Mitarbeiter, Vereinsmitglieder und KundInnen können den Garten zum Spielen, Grillen oder einfach nur zum drin Sitzen nutzen und sind herzlich willkommen ihre Ideen in das Projekt einzubringen.

24.06.2017

10 Jahre Bielefelder Modell an der Westerfeldstraße

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bezirksbürgermeister Detlef Knabe, der sich, wie er sagte, noch gut an die Anfangszeit erinnere, da der rot/gelbe Bau damals auf wenig Begeisterung stieß, heute jedoch ein Teil des Stadtbild geworden sei. Außerdem lobte Detlef Knabe das Konzept des „selbstbestimmten Wohnens“, welches „in Mode“ gekommen sei.

Frau Sabine Kubitza, Geschäftsführerin der bgw, sprach über die Anfangszeiten und den bestehenden Bau mit dreiundzwanzig barrierefreien Wohnungen. Zehn dieser Wohnungen sind seit Anbeginn an die selben Mieter vermietet, welches ein sehr positives Zeichen sei. In ihrer Ansprache erwähnte Frau Sabine Kubitza auch das neue Bauvorhaben der bgw am selben Standort. Noch in diesem Jahr sollen elf barrierefreie Wohnungen und ein größeres Wohncafé entstehen, in dem auch unser Verein in Zukunft Angebote an die Bewohner und die Menschen im Quartier machen kann.

Wolfgang Preuß, Pflegedienstleitung des Vereins Alt und Jung Nord-Ost, lobte den stetigen Einsatz der ehrenamtlich tätigen Kräfte, die das Projekt unterstützen und die Beständigkeit der guten Arbeit des Teams.

Zu Gast waren auch Vertreter der Parteien: Günther Garbrecht (SPD), seit langem Unterstützer unserer Arbeit und Lars Büsing (Vorsitzende/r Piraten) mit seiner Stellvertreterin Sabine Klein, die sich umfassend nach dem Bielefelder Modell und der Arbeit unseres Vereins erkundigten. Alle Gäste und Bewohner des Projektes genossen die dargebotenen Köstlichkeiten und blieben bis zum Nachmittag.

Eine große Attraktion war der „Bratwurstwagen“, mit dem Stefan Greiner von „Kantina 65 Catering“ die Gäste versorgte. Die älteren Besucher fühlten sich prompt an ihre Jugend erinnert, als Verkaufswagen noch in die Straßen gefahren kamen um ihre Waren anzubieten. Musikalisch haben Herr B. (Mieter im Haus) und Willy daVilla (Mitarbeiter) den Tag mit Pop Klassikern aber auch Gassenhauern ehrenamtlich perfekt untermalt.

07.06.2017

Alt und Jung Nord Ost e.V. und die BGW feiern gemeinsam!

Bereits 1996 wird aufgrund des immer weiter steigenden Bedarfs an alternativen Pflegekonzepten eine Zusammenarbeit von Alt und Jung und der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (BGW) unter dem Begriff „Bielefelder Modell“ ins Leben gerufen.

Es entsteht ein Angebot an barrierefreiem Wohnraum und stadtteilbezogenen, niederschwelligen Versorgungsangeboten, ergänzt durch ein Wohncafé als Treffpunkt und Ort der Kommunikation, der allen Menschen in der Nachbarschaft offen steht. Ebenso ist ein sozialer Dienstleister mit einem Servicestützpunkt rund um die Uhr ansprechbar. Diese Wohnform macht weit über die Grenzen Bielefelds hinaus Schule und wird vielfach in anderen Städten umgesetzt.

Am 24. Juni 2017 wird eines der zahlreichen Projekte an der Westerfeldstrasse in Bielefeld/Schildesche zehn Jahre alt. Unser Quartiers-Pflegeteam „Am Johannisbach“ ist seit Anbeginn für die Belange der Menschen vor Ort.

Dieses Jubiläum wollen wir, Alt und Jung Nord-Ost e.V. und die BGW, zusammen mit Bewohnern, Angehörigen, Freunden und Nachbarn feiern. Vertreter der Stadt Bielefeld sind ebenfalls eingeladen. Die musikalische Unterhaltung wird von Ehrenamtlern übernommen. Außerdem wird das KUKU (Kunst und Kulturhaus), ein weiteres Projekt unseres Vereins, für ein künstlerisches Programm sowie das Spielmobil des Vereins „Spielen mit Kindern“ mit tollen Spielangeboten für die kleinsten Gäste sorgen.

Wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre und die Arbeit mit den Menschen im Quartier.

20.04.2017

Die Geschäftsstelle zieht um!

Ab dem 03. Mai 2017 sind wir, wie bereits angekündigt, unter neuer Anschrift erreichbar:

Alt und Jung Nord-Ost e.V.
Buddestraße 15
33602 Bielefeld

Alle Telefonnummern und Mail-Adressen bleiben unverändert.
Die Pflegeteams bleiben selbstverständlich in ihren Quartieren.

15.03.2017

Umzug – mit einem lachenden und einem weinenden Auge

1998 hat die Wohnprojektberatung e.V. das Haus in der Huchzermeierstraße 7 (intern die H7 genannt) gekauft. Seither war der Verein Alt und Jung Mieter in der Huchzermeierstraße und die Geschäftsstelle ein fester Bestandteil des Quartiers Alt Schildesche.

Zunächst haben wir nur ein kleines Büro im Vorderteil des Hauses gemietet und später dann den Rest des Hauses – bis auf eine Wohnung – dazu gemietet. Nun ziehen wir nach fast zwanzig Jahren aus Platzgründen in ein neues Büro in die Buddestraße 15. Wir gehen mit einem weinenden Auge, da wir uns in all den Jahren mit vielen Menschen angefreundet und Kontakte zu örtlichen Institutionen geknüpft haben und diese Kontakte vermissen werden. Mit einem lachenden Auge sehen wir unserer neuen Unterkunft entgegen und freuen uns auf die neuen Kontakte im Quartier rund um die Buddestraße.

Der voraussichtliche Umzugstermin wird Ende April sein. Ein genaues Datum kann derzeit nicht genannt werden, da die Umbauarbeiten noch in vollem Gange sind. Wir hoffen dann ab Mai, die Türen für Sie/Euch öffnen zu können.

11.02.2017
Bericht in der Neuen Westfälischen

08.02.2017
Auftakttreffen zum Projekt „Stiftung Wohlfahrtspflege NRW“

Die Kooperationspartner des „Bielefelder Modells“ fanden sich am 08.02.2017 im Technologiezentrum der BGW ein um die Info- und Auftaktveranstaltung zum Projekt „Stiftung Wohlfahrtspflege NRW“ zu initiieren.

Herr Markus Leßmann, Leiter der Abteilung Pflege und Alter vom Landesministerium für Gesundheit NRW und Herr Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld, eröffneten die Veranstaltung mit ein paar Worten. Herr Leßmann richtete Grüße von Vorsitzenden der Stiftung Günter Garbrecht aus und zitierte diesen augenzwinkernd mit den Worten: „Es wird genau beobachtet was Sie hier machen“.

Dr. Klaus Wingenfeld vom Institut für Pflegewissenschaften der Uni Bielefeld, der die Studie begleiten wird, erläuterte die Zielsetzung des Vorhabens. Diese ist das Potential des Bielefelder Modells zu verifizieren und so eine bessere  Grundlagenbeschaffung für die Umsetzung vergleichbarer Konzepte zu entwickeln.

In der anschließenden Diskussionsrunde, an der auch Richildis Wälter, QM Beauftragte der AWO, Andre Holtkotte Geschäftsführer des Vereins Alt und Jung Süd-West und Herr Nürnberger teilnahmen, wurde u. a. erörtert welche Bereiche nach Meinung der Kooperationspartner mehr Unterstützung der Stadt / des Landes bedürfen, wie z.B. die Finanzierung eines Quartiersmanagers in allen Quartiersprojekten. Dies mit dem Ziel eine bessere Umsetzung des Modells zu gewährleisen und der Überforderung des Personals entgegen zu wirken.

Wir werden in kürze weiteres zum Projektverlauf berichten.

25.01.2017
Alt und Jung Nord-Ost hat neuen Youtube-Kanal

Zu sehen sind neue Filmbeiträge u.a. zur Fachtagung 2016.
Einfach mal reinschauen

19.12.2016
Kreativangebot für Frauen mit und
ohne Fluchterfahrung im Kuku Bielefeld

Mehr

08.11.2016
Bei Wind und Wetter

Viele Jahre sind wir per Pedes oder mit dem gewöhnlichen Velo zu unseren Quartiers-Kunden unterwegs gewesen, nun haben wir auf moderne Elektro-Fahrräder umgerüstet. Seit kurzem sind unsere Quartiers-Pflegeteams auch mit dem E-Bike unterwegs zu unseren Kunden, aber auch um kleine Besorgungen zu machen. Zu erkennen sind unsere Mitarbeiter an der neuen Pflegeeinsatztasche, die Katarina N., eine unserer Pflegefachkräfte im Quartier Rußheide, hier so schön präsentiert.

04.10.2016
Edith Guardado zu Gast im Team Meierteich

Edith Guardado (rechts), hier im Interview mit Sylvia Tetmeyer von der Neuen Westfälischen, die ihre Beweggründe erforscht aus El Salvador nach Deutschland zu kommen, um ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen.

Seit August 2015 nimmt Edith an dem Projekt „Westwärts – der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ teil. Sie ist über das Welthaus nach Bielefeld gekommen, hat ein Jahr in einer anderen Institution gearbeitet und dann noch einmal um ein halbes Jahr verlängert, weil sie ihr Wissen über die Arbeit mit Alten und Kranken Menschen erweitern möchte.

Später möchte sie diese Erfahrungen in ihrer Heimatstadt Guarjila weiter geben. Edith arbeitet in einem Heim, in dem „alles vorhanden ist“, aber zu wenige Ideen entwickelt sind, was man mit „alten Menschen alles so machen kann“ um die Tristheit des Heimlebens aufzulockern. Edith sagt, sie habe schon viel mitgenommen aus dem Team Meierteich, in dem sie hauptsächlich im „Nachbarhaus“ tätig ist, einem Nachbarschaftstreff, in dem Menschen für verschiedene Aktivitäten zusammenkommen.

Organisiert wird all das vom Alt und Jung Nord-Ost Team Meierteich und ehrenamtlichen Helfern. Diesen Treff gibt es schon seit sechs Jahren. Er steht den Nachbarn und Kunden des Teams Meierteich zur Verfügung für (private) Feste, Treffen, Kochen, etc. Das Team ist offen für Ideen und freut sich über ehrenamtliche Helfer, die gerne eigene Ideen einbringen.

Ansprechpartnerin hierfür ist Beate Propach Tel. 0521 2602729.  Das Nachbarhaus ist lokalisiert an der Klarhorststraße 23, Ecke Apfelstrasse.

27.09.2016
Alt und Jung Nord-Ost e.V. geht in die „Kleingärtnerei“

Als die Kräfte von Siegrid, einer ehrenamtlich engagierten des Pflegeteams "Alt Schildesche" schwanden, sie ihren Schrebergarten nicht mehr allein bewirten konnte, hatte der Sozialarbeiter des Teams, Holger Kuhn, die Idee, der Verein könnte den Schrebergarten nutzen. Siegrid fand die Idee gut, da sie mit dem Verein lange Zeit eng verbunden war.

Holger Kuhn bewarb sich im Namen des Vereins somit als Nachfolger um die Parzelle. Natürlich gab es mehrere Bewerber, jedoch entschied sich der Klarhorst e.V. für uns, weil wir im Sinne der Stifterin, Frau Klarhorst, mit „bedürftigen“ Menschen arbeiten. Schnell kam die Idee auf, in dem Garten mit Kunden und Betreuten des Vereins zu arbeiten. Mittlerweile bestehen dort 4 Gruppen: die Gemüsebeet-Gruppe, die Hochbeet-Gruppe (für Rollifahrer), die Rasen-, Blumen-, und Unkrautpflege-Gruppe sowie die Haus- und Außenanlagen-Gruppe.

Der Garten soll für alle Mitglieder, ehrenamtlich Tätigen und Mitarbeiter unseres Vereins zugängig sein und kann von allen Mitarbeitern unseres Vereins, Mitgliedern und ehrenamtlich Tätigen genutzt werden.

 

09.09.2016
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe TeilnehmerInnen unserer Fachtagung,

leider konnten wir unsere Zusage bzgl. der Veröffentlichung der Ergebnisse der Fachtagung bis Ende August, sowie die Veröffentlichung eines Buches mit den Beiträgen der Fachtagung, aus gesundheitlichen Gründen nicht einhalten. Wir bitten Sie dies zu entschuldigen. Wir werden unser Bestes tun, dies bis Ende Oktober nachzuholen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Für Fragen steht Ihnen jederzeit Mirjana Antic zur Verfügung.

Ingo Nürnberger zu Gast bei Alt und Jung Nord-Ost e.V.

Der Sozialdezernent der Stadt Bielefeld Ingo Nürnberger und seine Referentin Frau Beckmann-Schönwälder sind unserer Einladung vom Ende letzten Jahres an die Politiker in Stadt und im Land gefolgt, einen Tag in der Pflege „mitzulaufen“. Herr Nürnberger war der Zweite, der sich hierzu angemeldet hat (s. Frau Grochowiak-Schmieding von Bündnis90/ Grüne am 19.05.16).

Mit großem Interesse und viel Offenheit sind Herr Nürnberger und Frau Beckmann-Schönwälder an diesen Tag heran gegangen. Bei einem gemeinsamen Frühstück, von ehrenamtlichen Helfern organisiert, haben sie die Gelegenheit genutzt, sich direkt mit einigen unserer Pflegekunden und Bewohnern des Wohnprojekts auszutauschen. Herr Nürnbergers Interesse galt vor allem dem „Bielefelder Modell“, welches er nach dem Besuch nach eigener Aussage „erst richtig verstanden“ hat. Hierbei sei ihm noch einmal klar geworden, wie wichtig es ist, sich persönlich mit den Themen auseinanderzusetzen, da der Bezug ein unmittelbarer ist, im Gegensatz zu Berichten auf dem Papier.

Nach dem Gesprächs-Frühstück wurde ein gemeinsamer Pflege-Einsatz bei einem Außenkunden vorgenommen. Herr Nürnberger half tatkräftig mit umgebundener Schürze bei der Zubereitung des Mittagessens im Wohncafe des Wohnprojekts mit.

Für uns war es wichtig, noch einmal bestätigt zu bekommen, wie entscheidend es ist, Menschen in unseren Alltag einzuladen, um das Verständnis füreinander und für die Arbeit in der Pflege zu fördern.

04.07.2016
Wir machen uns stark für die Integration Geflüchteter

Seit Anfang diesen Jahres finanzieren wir 3 Minijobs für die „Geflüchteten-Arbeit“ in Bielefeld. Yvonne Bauer, Dipl. Soziologin, ist die erste vom Verein finanzierte Kraft, die seit dem 1. Mai aktiv ist.
Wir sehen es als unsere Verantwortung, einen Beitrag zur Entlastung der Stadt Bielefeld und zur Unterstützung geflüchteter Menschen in unseren Quartieren zu leisten.
Frau Bauer unterstützt die Stadt Bielefeld im Quartier Rußheide. In ihrem Tätigkeitsbereich geht es hauptsächlich darum, geflüchteten Menschen beim „Zurechtfinden“ im Behördendschungel Unterstützung zu bieten. Sie hilft unter anderem bei der Antragstellung, Begleitung bei Arztbesuchen, bei der Wohnungsfindung, Begleitung zu Sprachunterricht oder zum Schulbesuch. Wir freuen uns.

27.06.2016
Erfolgreiche Alt und Jung Nord-Ost e.V. Fachtagung 2016

Am 23. und 24. Juni 2016 fand unsere Fachtagung 2016 „Die ambulante quartiersbezogene Begleitung als zukunftsfähiges Modell“ im Haus Neuland in Bielefeld statt.

Annähernd einhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten am ersten Tag zwischen den Inputreferaten für zahlreiche Nachfragen und einen lebhaften Austausch mit den Referenten.

Am zweiten Tag wurden eine Reihe von aktuellen und zukunftsweisenden Fragen und Forderungen in Workshops, vor allem die Zukunft der quartiersbezogenen Versorgung betreffend, an die Politik in Stadt, Land und Bund, die Spitzenverbände und Träger, aber auch an die Menschen in der Arbeit vor Ort definiert. Dabei wurde nochmal deutlich, wie wichtig die Vernetzung aller Institutionen in den Quartieren ist.

Die Ergebnisse der Fachtagung werden im Herbst dieses Jahres als Buch beim IN VIA Verlag, dem Fachverlag für Soziale Arbeit, erscheinen. Das Buch wird auch als E-Book erhältlich sein.

Als Veranstalter freuen wir uns sehr über das große Interesse der verschiedenen Institutionen und deren Repräsentantinnen und Repräsentanten. Teilgenommen haben unter anderem Vertreter der Stadt Bielefeld, vom Landschaftsverband Westfalen, vom Paritätischen NRW, der Bertelsmann-Stiftung, der Katholischen Hochschule Münster, des ZIG und verschiedenen Trägerorganisationen.
 

Fachtagung, 23./24. Juni 2016

 

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19.05.2016
Politik zu Gast bei Alt und Jung Nord-Ost e.V.
Zum Jahresende 2015 haben wir mit einem Neujahrsgruß einen „Wertschein für einen Erfahrungstag“ in einem unserer Quartiers-Pflege-Teams an Politiker aller Parteien (des Stadtrates Bielefeld und des Landtages NRW) verschickt.

Wir wollten damit der Politik die Möglichkeit bieten, die Arbeit in der ambulanten Alten- und Krankenhilfe unter dem Aspekt der quartiersbezogenen Arbeit, mit all ihren Eigenarten und Herausforderungen kennen zu lernen. Sozial-Politiker sollten so die Möglichkeit erhalten Ihre Kenntnisse über die Arbeit im Quartier zu vertiefen und die gewonnenen Eindrücke für Ihre fachliche und politische Arbeit als Anregung und Praxiserfahrung zu nutzen.

Frau Grochowiak-Schmieding, Bündnis 90/Grüne und Mitglied des Landtages NRW hat diese Einladung angenommen und unser Quartiers-Team Meierteich am 19. Mai 2016 besucht.

12.05.2016
Internationaler Tag der Pflege
„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Cicely Saunders

Die freie Wohlfahrtspflege hat den Tag der Internationalen Pflege in diesem Jahr unter das Motto „Wir begleiten Sie würdevoll – bis zuletzt!“ gestellt, und die Mitgliedsorganisationen zu Aktionen zum Thema Sterbebegleitung und palliative Versorgung aufgerufen.
Wir haben dies zum Anlass genommen, die Grünen-Politikerin Manuela Grochowiak-Schmieding, MdL NRW und Krankenschwester für Anaesthesie und Intensivmedizin einzuladen.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Weichen, die das im Dezember verabschiedete Hospiz- und Palliativgesetz gestellt hat, jetzt zu nutzen. Vor allem geht es darum, den Betroffenen die benötigte Unterstützung aus einer Hand zukommen zu lassen.

Die professionellen Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen, die im häuslichen Bereich palliativ behandelt werden, müssen auf eine breite Basis gestellt werden. Der Wunsch ist, dass die Politik darauf hinwirkt, dass die palliative Behandlungspflege in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird, und dabei über die Krankenkassen insbesondere auch die psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse der schwerstkranken und sterbenden Menschen berücksichtigt werden.

Frau Grochowiak-Schmieding, mit der Problematik wohl vertraut, vertrat die Ansicht, dass eine solche Erweiterung des Leistungsbereichs der Krankenkasse für eine flächendeckende Versorgung der Menschen im letzten Lebensabschnitt lange überfällig ist. Sie wird die ihr zur Verfügung stehenden Mittel in den nächsten Monaten dafür einsetzen, die Umsetzung des im Dezember letzten Jahres geänderten Gesetzes, auch gerade für den ambulanten Sektor, genau nachzuverfolgen.

05.11.2015
Alt und Jung Nord-Ost im TV beim WDR
Die Lokalzeit OWL war mal wieder bei uns und berichtet in einer Reportage mit neuen Aufnahmen und Archivmaterial über 30 Jahre unserer Arbeit.

22.10.2015
Podiumsdiskussion
Alt und Jung Nord-Ost e.V. hat in seiner Geschichte als ein Modul seines Selbstverständnisses die selbständige, freiberufliche Arbeit seiner Mitglieder realisiert und sich als Arbeitsgemeinschaft selbständiger Personen definiert. Diese Form der selbstbestimmten Arbeitsorganisation hat sich bewährt und gewährleistet die Begegnung auf Augenhöhe mit den zu Pflegenden!

Nach langwierigen Auseinandersetzungen mit Institutionen der Sozialversicherung und der Finanzverwaltung war dieses Modell nicht mehr vollständig aufrecht zu erhalten. Seit zwei Jahren befindet sich der Verein in einem Transformationsprozess zu einem Arbeitsmodell, dass angestellte und selbständige Arbeitsmöglichkeiten verbindet. Dabei wollen wir die Grundlage der parteilichen, an den Bedürfnissen der unterstützungsbedürftigen Menschen orientierten Arbeit erhalten. Bei dieser Podiumsdiskussion haben wir zusammen mit Vertretern der Stadt Bielefeld und Politikern den Transformationsprozess beleuchtet und zugleich den Blick nach vorne gerichtet.

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen hat die Veranstaltung eröffnet und blieb angesichts der vielen interessanten Themen deutlich länger als geplant. 

Weitere Teilnehmer waren Günter Garbrecht, (MdL, SPD), Frau Bernadette Büren (Altenhilfeplanung der Stadt Bielefeld), Frau Dr. Iris Ober (stellv. Fraktionsvorsitzende, Bündnis 90/Grüne), Angelika Gemkow (ehem. MdL, ehem. Mitglied im Stadtrat, seit 2006 Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen), Holger Kuhn (aktives Mitglied des Vereins Alt und Jung Nord-Ost), Dr. Dirk Schleef (Vorstand des Vereins Alt und Jung Nord-Ost).